Manche Filme sind sehenswert, andere nicht. Viel werden ihnen die Medien unter die Nase reiben, aber hier erfahren sie, welcher Film wirklich lohnenswert ist und welcher durch Längen, Unglaubwürdigkeit oder schlechtes Schauspiel auffällt.
Donnerstag, 29. März 2012
TWILIGHT - BIS(S) ZUM MORGENGRAUEN Kritik
Titel: Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen
Länge: 122 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahre
Regie: Catherine Hardwicke
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Billy Burke, Peter Facinelli, Nikki Reed, u.v.m.
Seit langer Zeit mal wieder den ersten Teil der Twilight-Saga gesehen.
Ich muss sagen: Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen ist einer der wenigen Filme, die besser sind als das Buch, auf dem er basiert. Dennoch heißt das noch nicht, dass es ein guter Film ist. Ich finde es traurig, das die beiden durchaus sehr talentierten Schauspieler Kristen Stewart und Robert Pattinson sich dafür hergeben, aber es ist wie es ist: Man guckt schon auf die Gage, und die ist hoch.
Der erste Teil der Saga ist noch gut anzusehen. Zwar strotzt der bereits vor kitschigen Dialogen und so weiter, aber er ist allemal besser als das, was folgte. Schön anzusehen ist Cam Giganted als Vampirbösling James, und auch Bellas Vater wird von Billy Burke ganz nett gespielt. Kristen Stewart alias Bella hat irgendwie immer den selben, trostlosen Gesichtsausdruck und Robert Pattinson alias Vampirschönling Edward Cullen ist dann doch ein wenig zu liebevoll für meinen (Vampir-)Geschmack. Aber wie gesagt, das ist Geschmack.
Wer diesen Film sehen will, sollte kein spannendes Fantasy-Kino erwarten, sondern einen kitschigen Film über eine Coming-of-Age-Story mit Vampiren. Alles wirkt ein bisschen unglaubwürdig, alles ein bisschen an den Haaren herbei gezogen, und der Junge mit den langen Loten, der sich Jakob Black nennt, geht einem schon in der ersten Sequenz ziemlich auf den Keks. Die Vampirfamilie gibt ein paar lustige Szenen her, zum Beispiel die wo sie Baseball spielen, aber das war's (leider) auch schon. Mehr solche Szenen hätten den Film gut getan, und ein bisschen mehr Vampir-Gemorde sicherlich auch. Es sind ja immernoch Vampire, und keine Wohltäter. Ganz schick und schön anzusehen ist Peter Facinelli als Edwards Adoptivvater Carlisle, der Rest der Cullen-Familie bleibt im Dunkeln, die blondhaarige Rosalie (Reed) wird einem sofort unsympathisch.
FAZIT: Besser als der Roman, aber mehr auch nicht. Kein großes Popcorn-Kino, einfach ein süßer Film für jugendliche Mädchen mit Herzschmerz und einem Hang zu Selbstmord-Liebeleien. Das größte Problem des Films sind jedoch nicht seine Längen oder seine Langweiligkeit, oder das man von Anfang an eigentlich weiß wie er enden wird, sondern seine Hauptcharaktere: Und da tun mir die Schauspieler Leid. Es gibt die Guten (Bella, die Cullens), die Bösen (James und seine Gang) und das war's auch schon. Keine Person ist wirklich vielschichtig, man durchblickt sie schnell und verliert den Spaß auch an der Sache. Vielleicht ist auch das, das was den Film nicht sehenswert macht: Das man keine guten Dialoge und keine annehmbar vielschichtige Person hat.
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