Mittwoch, 28. März 2012

SHERLOCK HOLMES Kritik

Hey Leute. (:
Heute möchte ich euch meine Kritik, meine Meinung, zu "Sherlock Holmes", also dem ersten Teil, vorstellen.


Titel: Sherlock Holmes
Länge: 128 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Guy Ritchie
Darsteller: Robert Downey Jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Strong, u.v.m.


Eine lange Zeit haben wir nichts mehr von Sherlock Holmes gehört.
In früheren Verfilmungen wurde er uns als schicker, sehr schlauer und adretter Mann vorgestellt, mit typischer Kappe und Umhang. Der neue Sherlock Holmes-Film von Guy Ritchie hingegen ist da etwas anders: Holmes ist ein ziemlich verrückter, zwar genialer, aber alles andere als adretter Privatdetektiv, der seinem besten Freund Dr. Watson schrecklich auf die Nerven geht und seiner Haushälterin wohl irgendwann einmal noch den Verstand rauben wird. Er wohnt in einem Zimmer, in dem es aussieht wie Kraut und Rüben, versucht einen Schalldämpfer zu erfinden - was nicht wirklich funktioniert - und setzt alles daran, die Heirat seines besten Freundes Watson mit dessen Verlobten zu vereiteln.
Nicht mehr viel ist vom alten Holmes übrig geblieben, eigentlich nur noch eines: Seine Genialität im Bezug auf Verbrechensaufklärung. Gleich zu Anfang des Films vereitelt er einen Mord, was dafür sorgt, das der dunkle Lord Blackwood in den Knast kommt und gehängt werden soll. Alles Friede Freude Eierkuchen!
Der Film ist überraschend längenlos und man kann lachen, was das Zeug hält! Robert Downey Jr. als Sherlock Holmes und Jude Law als Dr. Watson strahlen Spielfreude aus und sorgen mit ihren gut ausgedachten Sprüchen und ihrer Situationskomik stets für Freude am Zusehen. Auch Rachel McAdams als Meisterdiebin Irene Adler überzeugt und Mark Strong als Lord Blackwood ist so düster und zynisch wie man es nur sein kann! Kein Wunder also, das der Film im Gesamtbild sehr gut ausfällt!
Guy Ritchie, der einmal sagte, er habe früher immer Sherlock Holmes-Hörspiele gehört, erweckt einen Holmes zum Leben, der weder langweilig noch Durchschnittsbürger ist. Bei Downey Jr. hervorragendem Spiel kann man auch in Momenten hervorragend lachen, die bloß durch Zitate und Witze bereichert wurden. Viel geredet wird, das ist klar, und es ist nicht überladen mit Action.
Einziges Manko des Films ist, dass das ältere Publikum, was den adretten Holmes von früher kennt, wohl nicht besonders begeistert sein wird. Man muss den neuen Holmes schon akzeptieren, dass ist klar. Man muss sich darauf einlassen können, dass er hier ein total durchgeknallter und Leute verprügelnder Held ist, der schon mal ein wenig arrogant, aber trotzdem stets sympathisch rüber kommt. Auch Watson ist nicht mehr was er einmal war: Früher stets der tollpatschige Assistent Holmes, ist er hier ein schlagkräftiger Schönling, der gerne Mal Holmes einen Streich spielt, aber ihn nie im Stich lässt.
FAZIT: Der Film ist zu genießen, sehr zu genießen sogar. Die alten Aufnahmen von London wirken mehr als authentisch, Downey Jr. und Law sind eine Perfekt-Besetzung und auch ansonsten fällt der Film durch gut gewählte Darsteller, lustige Situationskomik und gut durchdachte Actionszenen auf. Wer einen neuen Holmes sehen will und sich überraschen lassen kann, sollte sich diesen Film auf jeden Fall ansehen! Und das Ende ist ebenfalls so schön und offen wie man es von einem Holmes-Film erwartet.

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